Vom Lechweg

13.07.2013 22:45

Ich war dann mal weg. Nicht auf dem Jakobsweg, aber auf dem Lechweg. Der voriges Jahr eröffnete Fernwanderweg führt von der Quelle in der Nähe des Formarinsees bis zum Fall bei Füssen. Für die 125 km lange Strecke hatten wir uns die gemütliche Variante in acht Tagen vorgenommen. Sportlich Ambitioniertere können den Weg freilich auch in sechs Tagen machen - wir aber wollten doch auch noch genügend Zeit fürs Fotografieren haben.
In einem übervollen Bus ging es am ersten Etappentag hinauf zur Formarinalpe. Umfallen konnte man darin zumindest nicht. Oben angekommen, gönnten wir uns einen Rundgang um den landschaftlich toll zwischen Freiburger Hütte und Roter Wand gelegenen Formarinsee. Das Gebiet rund um Formarinsee und Spullersee gilt als Quellgebiet des Lechs. Hier ist auch eines der größten Steinbockgebiete der Alpen. Von den hier wieder angesiedelten Tieren ließ sich allerdings keines blicken. Nur vom Steinbock-Denkmal grüßte ein bronzener Vertreter. Wenige Meter davon entfernt ist eine der Karstquellen. Diese schütten so viel Wasser, dass innerhalb kürzester Distanz ein ganz ansehnliches Bächlein entsteht. So ist auch die erste Brücke über den Lech nicht weit. Durch herrliche Blumenwiesen und buntgemischte Kuhherden begleiten wir den Lech über verschiedene Felsstufen hinab bis zum Etappenziel in Lech, dem angeblich schönsten Dorf der Alpen.